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Kita-Personalsuche

Personalsuche

Die Suche nach Personal gehört für Kita-BetreiberInnen und GründerInnen zu den anspruchsvollsten Aufgaben. Denn sie ist zeit- und energieraubend und hat direkte Auswirkung auf das Team, die betreuten Kinder und deren Eltern. Höre dazu meinen Podcast mit Lukas Keller, dem Gründer von KibeJobs.ch. Er gab viele sehr konkrete Tipps, wie offene Stellen ausgeschrieben und wie KandidatInnen gefunden werden, die das Team mit Tatkraft harmonisch ergänzen. 

Höre meinen Podcast mit Lukas Keller von Kibejobs.ch

Oder hör den Beitrag auf – iTunes – Overcast

Am häufigsten ausgeschrieben werden Praktikantenstellen. Aber auf Praktikantenstellen gehen am wenigsten Bewerbungen ein!

Folgende Punkte sind bei einer Stellenausschreibung wichtig:

  1. Die Qualität des Ausschreibungstextes ist zentral. Stellen sollen nicht anonym ausgeschrieben werden. Stattdessen hilft ein klares Auftreten mit Name und Standort der Kita, idealerweise mit Link zur Homepage.
  2. Die Funktion soll benannt sein (Praktikantin, Miterzieherin, Gruppenleiterin).
  3. Die Anforderungen an die Position sollen konkret formuliert sein.
  4. Bei einer befristeten Stelle sollen Anfang und Ende klar definiert sein.

Wo werden offene Stellen am besten ausgeschrieben?

Offene Positionen werden am besten auf einer Stellenplattform ausgeschrieben, idealerweise auf einem Branchenspezifischen Portal. Zu den auf Betreuungsjobs spezialisierten Portalen gehören kibejobs.ch, kitaclub.ch, kinderkrippenportal.ch und krippenstellen.ch.

Es wird auf jeden Fall empfohlen, offene Jobs auch auf der Homepage der Kita zu publizieren. Auch wenn dort grossmehrheitlich Eltern der betreuten Kinder unterwegs sind, können durch Mund-zu-Mund Propaganda aus dem Umfeld der Kita Kandidaten gefunden werden.

Die wichtigsten Kita-Jobsuchmaschinen:

kibejobs.ch

kinderkrippenportal.ch

kitaclub.ch

krippenstellen.ch

Eine Ausschreibung auf Jobs.ch wird nicht empfohlen, da sie mehr als 10 Mal soviel kostet wie die Ausschreibung auf einem Branchenportal. Auch kann sie aufgrund der grossen Menge an ausgeschriebenen Positionen aller Berufsgattungen schlicht untergehen oder übersehen werden.

Bewerbungen per Video

Es gibt Unternehmen, welche für eine erste Bewerbungsrunde Gespräch per Video durchführen. Dies erlaubt es Unternehmen, das Gespräch aufzunehmen und später nochmals anzuschauen und es erspart den Kandidaten den Anfahrtsweg.

Weniger häufig werden Video-Bewerbungen für das Anschreiben verwendet. Denn Arbeitgeber sind schneller darin, einen Lebenslauf quer zu lesen und zu entscheiden, ob der Kandidat zum Erstgespräch eingeladen wird, als ein 10-minütiges Video für jeden Kandidaten zu schauen. Allerdings sind zur Zeit Anschreiben per Video noch sehr selten und Bewerber, die ein Bewerbungsvideo über sich selbst aufnehmen, können positiv auffallen.

Wieviele Bewerbungsgespräche werden durchgeführt?

Es wird empfohlen, mindestens zwei Interviewrunden durchzuführen. Die erste Runde dient dem Kennenlernen. Die zweite Runde kann zum Ergänzen des ersten Kennenlernens genutzt werden und für erste Kontakte zwischen Kandidat und Team und den Kindern. Die dritte Runde dient als Schnuppertag, die sowohl dem Kandidaten wie auch dem Team helfen, einen persönlicheren Eindruck des Kandidaten zu erlangen.

Idealerweise werden 3 Interviewrunden durchgeführt:

  1. Runde: erstes Kennenlernen, Vorstellung der Kita, besprechen der wichtigsten Positionen des Lebenslaufes
  2. Runde: erstes Kennenlernen des Teams, Vertiefung der Themen des ersten Interviews, beantworten von Fragen
  3. Schnuppertag

Ob die Chemie zwischen dem Kandidaten und dem Team stimmt, ist sehr schwierig herauszufinden. Der Schnuppertag hilft sehr, um beiden Seiten einen vertieften Eindruck zu ermöglichen. Wertvoll kann es sein, wenn sich das Team nach dem Schnuppertag über die Eindrücke austauschen kann. So kann der Einstellungsentscheid im Team getroffen werden. Im Fall einer Einstellung steht noch die Probezeit zur Verfügung, in welcher ein Kandidat sowie das Team überprüfen können, ob die erwünschte Ergänzung vorliegt.

Grundsätzlich können Schnuppertage auch durchgeführt werden, wenn die Kandidatin ihre Ausbildung bereits abgeschlossen hat. 

Der Schnuppertag hilft dabei, die Beweggründe des Kandidaten kennen zu lernen und seine Motivation einer gewünschten Anstellung zu erfahren. Im informellen Gespräch während dem Schnuppertag haben auch die Teammitglieder die Möglichkeit, den Kandidaten besser kennen zu lernen.

Der Schnuppertag:

  • sollte mit jedem Kandidaten durchgeführt werden
  • erlaubt dem Kandidaten, die Kita, die Kinder und das Team kennen zu lernen und den „Stallgeruch“ wahrzunehmen
  • erlaubt dem Team, den Kandidaten besser kennen zu lernen und ihm/ihr informell Fragen zu stellen
  • zeigt, ob die Chemie zwischen dem Kandidaten, dem Team und der Kita-Leitung stimmt

Wie findest Du Dein Personal? Beschreibe in einem Kommentar, welches Deine Erfahrungen sind!

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